Warum beschweren nichts bringt

Jeder kennt sie:

Diese Tage, an denen wirklich nichts so zu laufen scheint, wie gedacht. Und dann geht es schnell, in den Beschwerde-Modus zu rutschen und überall plötzlich nur noch das zu sehen, was nicht läuft.

Klar ist es schöner, wenn die Sonne scheint. Oder uns die Vorfahrt gewährt wird. Wenn wir im Laden nett bedient werden. Wenn unser Nachbar freundlich über die anderen Mieter spricht und nicht den ganzen Tag nur schimpft. Wenn uns Harmonie am Arbeitsplatz und zu Hause empfängt. Wenn alle Haushaltsgeräte und das Auto lange funktionieren und nicht innerhalb von zwei Wochen gleichzeitig ihren Geist aufgeben…

Natürlich haben wir es lieber, wenn unser Körper vor Gesundheit nur so strotzt, unsere Energie unerschöpflich erscheint und wir schmerz- und beschwerdefrei sind.

Dass da schon mal Frust aufkommen kann, wenn dem mal nicht so ist, ist verständlich. Und auch der Wunsch, ihn irgendwie loszuwerden. Aber hier liegt die Crux.

Es gibt also zwei Möglichkeiten auf unangenehme Situationen im Leben zu reagieren: Beschweren oder gelassen bleiben.

Leider hat es sich so eingebürgert, dass viele Menschen ihrem Frust bei jeder Gelegenheit so richtig Raum geben und Luft machen. Dass sich dabei aber diese Energien sprichwörtlich weiter ausbreiten und die schlechte Stimmung auf andere übergehen kann, ist hingegen nicht gemeinhin bewusst. Wobei sich bestimmt jeder schon einmal nach so einer Beschwerdeattacke mies gefühlt hat…

Darüber hinaus ist das Beschweren nur im ersten Moment erleichternd, denn wie das Wort schon beinhaltet, macht man es sich im Grunde damit nur noch schwerer. Man beschwert seinen Geist und seine Sicht auf die Dinge (siehe Blog hier).

Denn wie es in den Wald hinein ruft, schallt es heraus. Das heißt, es kommt nur noch mehr davon zurück und schnell kann sich diese Negativspirale verselbstständigen, wenn man nicht achtsam ist.

Noch mal kurz zusammengefasst:

  • Beschweren be-schwert dich und bringt dir das Gegenteil von Leichtigkeit
  • jede Beschwerde und alle miesen Gefühle schaden letztlich nur dir selbst (mal ganz ehrlich: besser geht es dir danach doch auch nicht wirklich, oder?)
  • du sendest dem Universum das Signal, dass du nicht zufrieden bist – quasi das Gegenteil von Dankbarkeit
  • du ziehst nur noch mehr negative Situationen in dein Leben
  • auch wenn es manchmal so scheint: es liegt nicht an den anderen um dich herum, sondern immer daran, wie du selbst die Dinge auffasst und darauf reagierst

Was also tun, wenn die Dinge mal wieder anders laufen als gedacht?

Versuche jeder Situation etwas Schönes, etwas Positives abzugewinnen.

Du stehst im Stau? Schön! Zeit, die Umgebung mehr wahrzunehmen, deine Lieblingsmusik bewusst zu hören und im wahrsten Sinne zu entschleunigen. Und dann lasse die Dankbarkeit über den Augenblick durch dich strömen.

Dein Körper zeigt dir mit einem Schmerz, dass er sich mehr Zuwendung wünscht oder dich auf eine neue Möglichkeit aufmerksam macht? Gehe in dich. Sende Liebe in den schmerzenden Bereich, schaue, was du / dein Körper braucht.

Ein Familienmitglied / dein Partner / … hat dich verärgert? Was kannst du selbst aus dieser Situation lernen? Gibt es etwas an dir, das du transformieren kannst? Welche Anteile gibt es in dir, die mit der Situation in diese negative Resonanz gehen? Zeit zu wachsen 🙂

Über andere zu lästern ist eine weitere Form von Beschweren und bringt weder dich, noch den anderen weiter und ändert auch nichts an der Situation. Außer, dass es dir nachher noch mieser geht, du noch jemand anderen mit reingezogen hast und du auf diese Weise mehr von dem kreiert hast, was du gar nicht willst, geschieht nichts.
Wenn dich etwas stört, suche das Gespräch und gib so allen Beteiligten die Gelegenheit zu lernen und zu wachsen. (wieder etwas Positives gefunden!)

Auf diese Weise kannst du jede beliebige Situation, die dir im Alltag begegnet von der „was kann ich lernen? Was bringt es Positives mit sich – Seite“ betrachten und du wirst viel leichter durchs Leben gehen.

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