Von Auferstehung und Neuwerdung

Wenn unser Körper uns durch Krankheit eine Auszeit nahelegt,

steckt immer etwas dahinter. In meinem Fall hat es mich letzte Woche ganz schön erwischt…starke Reinigung. So blieb mir nichts anderes übrig, als zu ruhen.

Viel Zeit also, um in mich zu kehren und zu schauen, was da gerade los ist. Hineinspüren, fühlen, so richtig fühlen, erkennen, annehmen, vergeben, loslassen, verändern…

Ich habe einiges gefunden.

Nach einer anfänglichen Gewöhnung macht es einfach nur Freude, ins Feld einzutauchen und zu schauen. Zu fühlen. Einfach nur schauen. Einfach nur hinsehen…egal, was sich zeigt. Und das kann so interessant sein.

Einfach aufhören, vor den Schatten davon zu laufen. Das, was sowieso da ist nicht sehen und nicht fühlen zu wollen. Und wie erleichternd ist die Erkenntnis? Wie friedlich und freudig die Vergebung. Wie kostbar die Frucht des inneren Wachstums. Und gleichzeitig des sich immer besser kennen lernens…

Dass das gerade zur Osterzeit war, ist sehr spannend… Ist doch Ostern das Fest der Auferstehung. Und soll uns doch letztlich auch daran erinnern, dass wir alle immer wieder auferstehen… und damit meine ich nicht nur, dass es nach dem Tod weitergeht… sondern auferstehen – neu werden im Alltag.

Neu werden durch unsere Herausforderungen.

Wenn nach der Ohnmacht eines Schmerzes, den man kaum aushält, nach einer unüberwindbar scheinenden Situation, nach einer großen Aufgabe eine neue Kraft in der Tiefe keimt. Und wächst und reift und eine neue Version unserer selbst aus dem Ei schlüpft…. und wir neu werden. Wie eine Schlange, die sich häutet und dabei einen Teil von sich hinter sich lässt, um zu wachsen. Um stärker zu werden.

Und dann liegt dieses Fest der Neuwerdung, des Lebens an sich, auch noch im Frühling… als ob die Natur diese Neuanfangsstimmung noch unterstreichen wollte. Sehr interessant.

Nachdem ich mich aus der Situation heraus noch tiefer mit dem befasst habe was da in meinem Feld vor sich ging, bin ich jetzt keine andere… und doch irgendwie wieder neu auferstanden.

In diesem Sinne: Mögen Ostern, das Leben und der Frühling auch dich inspirieren.

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