EGO, ICH und WIR

EGO – wer bin ich?

Heute soll es um Ego gehen. EGO = Lateinisch ICH, bezeichnet eigentlich schon, worum es geht. Und mit voll du – voll ich sicherlich auch unter diesem Gesichtspunkt ein spannendes Thema.

Bei Steiner geht es in seinem gesamten Wirken darum, einen freien Menschen mit einem starken ICH wachsen zu lassen (bekomme gerade durch Olivers Ausbildung eine Menge spannender Inspirationen dazu mit).

Wie passt das also zusammen mit der allgemein eher negativ behafteten Auffassung von EGO?

Ich verstehe es so, dass es hierbei zu unterscheiden gilt.

Das starke ICH, das einen Kernpunkt der Anthroposophie darstellt, ist ein freier, denk- und handlungsfähiger Mensch, der sich als Teil der kosmischen Einheit versteht und durch das Wissen des ICH BIN in der Lage ist, verantwortungsvoll für sich und andere zu handeln.

So basiert dieses ICH auf einem sozialen, integrativen, empathischen und verbundenen Selbstverständnis. Sich selbst verstehend als Teil der Schöpfung und entsprechend respektvoll und verantwortungsvoll handelnd mit einem großen Herzbewusstsein.

SAT NAM beispielsweise – ein sehr beliebtes Mantra, das vor allem im Kundalini Yoga verwendet wird, fördert die Verbindung mit dem WAHREN SELBST, unserer REINEN NATUR, unseres ICH BIN.

Sich daran erinnern, wer wir sind…

Ein sich ausdehnender, verbindender Prozess, der zu mehr und mehr Einheit – aber nicht Auflösung! – führt.

Das ist so ziemlich das Gegenteil

von der übersteigerten Form eines EGO, dem meines Erachtens nach ein starkes ICH im Steinerschen Sinne fehlt.

Es ist konträr dazu nur auf sich selbst fokussiert und damit sehr zusammenziehend, trennend und fast schon lauernd, da es sich permanent angegriffen oder verletzt fühlt.

Es ruft förmlich nach einer äußeren Fassade, um den inneren Mangel an Verbundenheit durch Äußeres auszugleichen. Und so können Positionen, Besitztümer, Kontakte, Objekte zu einer Art Hilfs-Ich werden, über die sich jener Mensch definiert.

Dies hat jedoch mit einer tiefen Verankerung im kosmischen Bewusstsein wenig zu tun, denn all die Äußerlichkeiten werden mit einem starken ICH meines Erachtens nach immer unwichtiger.

Auf der spirituellen Reise begegnen wir immer wieder dem Ziel, das Ego aufzulösen und mancher mag sich davor fürchten, sein ICH komplett aufgeben zu müssen – doch ich verstehe es so, dass es im Gegenteil eher eine Entwicklung hin zu einem starken inneren ICH mit dem kosmischem Bewusstsein der Einheit ist, die dafür die Äußeren Stecken und Krücken aufgeben kann.

Jeder hat eine Vorstellung von Menschen mit einem großen Ego – und vermutlich meistens eher etwas unangenehmere Erfahrungen mit ihnen…

Ego kann eine der größten Blockaden für unser physisches und spirituelles Leben sein.

Ego kann neben negativen Denkweisen, negativen Einstellungen, negativen Überzeugungen und Anhaftungen den Geistesblockaden zugeordnet werden.

Dieses EGO tendiert dazu, vor allem um sich selbst zu kreisen und sich auf sich selbst zu fokussieren. Darauf, was es alles (besser) kann – oder auch nicht kann (das ist die Yin-Seite des Ego).

Ego führt häufig zu einem Gefühl der Überlegenheit und damit zu Be- und Abwertung, Trennung, einem ständigen Vergleichen, Gerangel, mitunter einem starkem Aufmerksamkeits-, Ruhm- und Geltungsbedürfnis, einer Nicht-Wahrnehmung von anderen Bedürfnissen und Gegebenheiten – In wenigen Worten: Ich, ich, ich! Ein Kreislauf einer Selbstbestätigung im negativen Sinne, da sich alles nur um einen selbst dreht.

Ein Einsatz-Geheimnis dazu:

„Wenn das, was du denkst, sagst und tust nur dir selbst dient, kreierst du negatives Karma.

Wenn das, was du denkst, sagst und tust anderen dient und sie glücklicher und gesünder macht, kreierst du positives Karma.“

Jeder von uns trägt sicherlich beide Anteile in sich und so gilt es im Alltag immer wieder, unsere innere Reaktion in Triggersituationen und unsere Absichten ehrlich zu überprüfen.

Tun wir etwas aus dem Gefühl der Verbundenheit heraus, oder eher, weil wir unseren eigenen Nutzen im Fokus haben?

Ein Ziel des spirituellen Wegs ist – ganz unabhängig von der jeweiligen Betrachtungsweise – ein Gefühl der Einheit zu kreieren und das ICH BIN in sich zu stärken und zu konzentrieren.

So möchte ich dich heute zu einer Übung einladen, die einschränkenden und blockierenden Seiten des Ego auf der Ursachenebene zu transformieren und in Verbindung und Selbst-Bewusstsein zu wandeln.

Da ein übersteigertes „falsches EGO“ in der Regel wenig Bescheidenheit und Hingabe kennt, können wir eben jene Tugenden in unserem Alltag üben. Ganz bewusst Dankbarkeit üben. Bescheidenheit im Wissen der Schöpferquelle, mit Hingabe das tun, was uns selbst und andere glücklicher und gesünder macht.

Denn die Arbeit an dir selbst ist ein großer Dienst für alle. Es gilt hierbei die Verbundenheit zu spüren und zu halten.

Der Geist – und damit auch seine Blockaden – sind nach alten traditionellen Überlieferungen mit dem Herzen verbunden. Man sagt, das Herz sei Sitz des Geistes und der Seele. Daher kannst du hier bewusst ansetzen und die blockierenden Ich-Anteile auflösen, sodass dein WAHRES ICH zum Strahlen kommt.

Wie Wolken, die sich auflösen und die Sonne dahinter zum Vorschein kommt…

 

Zur Übung gelangst du ab Minute 6:45

Jeder von uns trägt sicherlich beide Anteile in sich und so gilt es im Alltag immer wieder, unsere innere Reaktion in Triggersituationen und unsere Absichten ehrlich zu überprüfen.

Tun wir etwas aus dem Gefühl der Verbundenheit heraus, oder eher, weil wir unseren eigenen Nutzen im Fokus haben?

Ein Ziel des spirituellen Wegs ist – ganz unabhängig von der jeweiligen Betrachtungsweise – ein Gefühl der Einheit zu kreieren und das ICH BIN in sich zu stärken und zu konzentrieren.

So möchte ich dich heute zu einer Übung einladen, die einschränkenden und blockierenden Seiten des Ego auf der Ursachenebene zu transformieren und in Verbindung und Selbst-Bewusstsein zu wandeln.

Da ein übersteigertes „falsches EGO“ in der Regel wenig Bescheidenheit und Hingabe kennt, können wir eben jene Tugenden in unserem Alltag üben. Ganz bewusst Dankbarkeit üben. Bescheidenheit im Wissen der Schöpferquelle, mit Hingabe das tun, was uns selbst und andere glücklicher und gesünder macht.

Denn die Arbeit an dir selbst ist ein großer Dienst für alle. Es gilt hierbei die Verbundenheit zu spüren und zu halten.

Der Geist – und damit auch seine Blockaden – sind nach alten traditionellen Überlieferungen mit dem Herzen verbunden. Man sagt, das Herz sei Sitz des Geistes und der Seele. Daher kannst du hier bewusst ansetzen und die blockierenden Ich-Anteile auflösen, sodass dein WAHRES ICH zum Strahlen kommt.

Wie Wolken, die sich auflösen und die Sonne dahinter zum Vorschein kommt…

 

Zur Übung gelangst du ab Minute 6:45

Dienst für andere

Warum es Sinn macht, hinter die Dinge zu schauen…

Heute habe ich so ein schönes Meme gesehen:

Wir sehen die Dinge nicht so, wie sie sind, sondern so, wie wir sind…

So wahr, oder?

Und bei genauerem Hinsehen lässt sich erkennen, dass unsere inneren Haltungen, Denkweisen und Überzeugungen über uns selbst die Dinge auf die Weise erscheinen lassen, wie wir sie wahrnehmen.

So Vieles, was wir im Laufe unseres Lebens „gelernt“ und erlebt haben… Oder gab es vielleicht schon immer diese bestimmte Frequenz in uns, die dazu geführt hat, dass wir eben solche Situationen kreiert haben, die es uns glauben lassen möchten?

Wir können uns gar nicht oft genug daran erinnern, dass jede Schwierigkeit, Herausforderung und jede Krankheit zu uns kommt, um uns zu befähigen. Um uns auf die nächste Ebene unseres Seins zu bringen.

Auch wenn dies im ersten Moment etwas harsch daherkommen mag…

Aber wenn du jetzt mal mit diesem Wissen mal auf deine aktuellen Herausforderungen und Situationen schaust… Verändert sich da etwas?

Spürst du diesen Shift?

Als würde sich ein Schleier heben…

Und diese Sicht auf Dinge kann tatsächlich dazu beitragen, die Ursache weiter aufzulösen. Denn wir bringen ein Verständnis dorthin, wo sonst nur Ablehnung oder altes Muster war.

Und wenn wir dann auch noch in Erwägung ziehen, dass diese Situation zudem zum genau richtigen Zeitpunkt erscheint, damit wir bestmööglich daran wachsen und lernen dürfen, fällt vielleicht auch dieses innere Sich-Sträuben weg…

Gehe mit dem Tao erblühe, gehe gegen das Tao vergehe…

Das Annehmen und Umarmen ist der erste wichtige Schritt zur Veränderung und es wird gleich viel leichter, wenn du dich daran erinnerst, dass dies ein weiterer Schliff deines inneren Diamanten ist. Dass dich diese Herausforderung, diese Schwierigkeit dir selbst wieder einen weiteren Schritt näher bringen kann.

Und ja, du hast es verdient glücklich, gesund, voller Lebensfreude, harmonisch und ausgeglichen und noch viel mehr durchs Leben zu gehen… Es ist dein Geburtsrecht.

Wenn du annehmen, kannst, dass sich die entsprechenden Situationen immer wieder aus dir selbst heraus kreieren, erlangst du deine Kraft zurück. Bist nicht länger „irgendetwas oder irgendwem“ ausgeliefert, sonder kannst mit der Verantwortung für dein Leben und deinen Weg die Veränderung bringen, die sich deine Seele für dich wünscht.

Und wenn du mal wieder zweifelst, erinnere dich:

Sieh dich selbst so, wie Gott / die Quelle dich sieht!