Annehmen lernen

Annehmen. Klingt ganz leicht und selbstverständlich,

ist aber im Alltag nicht immer so leicht umzusetzen. Und dabei rede ich nicht nur vom Ausgleich von Geben und Nehmen (Yin Yang 😉 ) Es geht ja vielleicht schon damit los, dass die jemand ein schönes Geschenk macht. Wie sehr kannst du es bedingungslose annehmen - ohne das Gefühl, "jetzt auch etwas schenken zu müssen"? Wie steht es darum, wenn dir jemand ein Kompliment macht? Weichst du aus und schiebst es auf das gute Licht, oder kannst du aus vollem Herzen "Danke" sagen...in dem Wissen, dass du in deiner göttlichen Schönheit einmalig und einfach wundervoll bist, genau so wie du bist?
Und wie steht es dann mit dem Annehmen des Lebens selbst? Dem Annehmen der derzeitigen Umstände? Aller positiven, wie auch negativen? Kannst du das Schöne in deinem Alltag sehen? Oder eher nur das Negative?
Wie auch immer ist hier der Schlüssel wieder das Annehmen.
Akzeptanz ist laut Duden in erster Linie das "bedenkenlose Entgegennehmen, das Nichtzurückweisen, mit etwas einverstanden sein."
Und da geht es schon los. Was geht in dir vor, wenn die Verkäuferin unfreundlich zu dir ist? Oder deine Arbeitskollegen mies drauf sind und dich anpflaumen? Oder jemand anders reagiert als gewünscht? Oder dein Briefkasten voller Rechnungen ist? Oder dein Job dir nicht mehr gefällt? Oder du immer wieder Streit mit einem lieben Familienmitglied hast?
Da können schon mal Widerstände und Unwohlsein aufsteigen. Und Widerstand ist so ziemlich das größte Gegenteil von Annehmen...
Und wenn wir uns weiter im Yin und Yang bewegen, dann gilt es zunächst einmal, einen Zustand der Akzeptanz zu schaffen.
Aber wie soll man etwas akzeptieren, was man so gar nicht mag und auch nicht einverstanden damit ist? Was einen nervt, einen ärgert und was man definitiv (!) verändern möchte? Es ist so ein bisschen das innere "mit-dem-Fuß-aufstampfen", das "mit-dem-Kopf-durch-die-Wand"... "nein, nein, nein!" ....
Wenn wir jetzt noch einmal zur Definition von Annehmen zurückkehren, ist Annahme ein Ja-Sagen. Ein "bedenkenloses" Hinnehmen, oder besser gesagt "vertrauensvoll". Ein "Sich-beugen" vor dem größeren Plan.
Und wenn du deinem Alltag zunächst einmal auf diese Weise begegnest, wird Vieles auf ganz natürliche Weise leichter.
Das heißt nicht, dass du plötzlich mit allem einverstanden sein musst, oder plötzlich der Wunsch nach Veränderung aufgelöst wäre - keinesfalls.
Es ist jedoch zunächst einmal eine Annahme des Ganzen in einem weiteren Rahmen. Und erst DANACH wird eine wirkliche Veränderung möglich, denn Annehmen ist Öffnung.
Ein Sich-öffnen für die Potentiale der Situation (wo wir schon wieder beim Ausloten des Yin Yangs einer jeden Lebenslage sind 😉 ) und dadurch kann auch Veränderung geschehen. Wichtig ist hierbei auch immer wieder die Ausrichtung auf das Positive. Und zwar nicht nur ein Mal, sondern immer wieder. (Daher ist es auch so wichtig, die hier beschriebenen Übungen wirklich regelmäßig anzuwenden. (Mehr über die Kraft des Manifestierens in einem der nächsten Blogs.))
Übung für das Annehmen.
Nimm für die Körperkraft eine aufrechte und dennoch bequeme Sitzhaltung ein. Bringe beide Füße fest auf den Boden für eine gute Erdung, lege beide Hände übereinander auf deinen Unterbauch und atme tief in deinen Unterbauch. Fühle die Verbindung zu Mutter Erde.
Seelenkraft: Meine liebe Seele, Herz, Geist und Körper, ich liebe euch. Ihr habt die Kraft, euch für ______________ (setze hier deine Herausforderung ein) zu öffnen. Mein liebes himmlisches Team, alle Ebenen des Himmels, bitte helft mir dabei, _________________ anzunehmen. Danke.
Visualisiere die entsprechende Situation in wunderschön leuchtendem Gold und fühle dich selbst eingehüllt in schönstes goldenes Licht (Geisteskraft).
Spüre die Liebe des Himmels, deiner Unterstützer und Helfer und des Universums. Wisse, dass alles, was geschieht da ist, um dich weiter voranzubringen. Dir zu helfen, dich bestmöglich zu entwickeln. Besondere Qualitäten in dir hervorzubringen. Und dann tauche ein in die Situation und fühle sie mit ihrem ganzen Schmerz, mit all der Wut, der Unzufriedenheit, .... Und nimm einfach nur wahr. Ganz neutral. Wie ein liebevoller Beobachter sitzt du einfach nur da und beobachtest, was in dir vor sich geht. Und dann versuche die positive Seite dieser Situation in deiner Lage zu entdecken.
Und da Yin und Yang immer gleichzeitig existieren, geht es nicht anders, dass auch eine positive Seite deiner derzeitigen Situation besteht. Es geht darum, den Fokus darauf zu lenken und sie zu finden. Bei manchen Situationen mag es vielleicht recht schnell gehen, andere wollen immer wieder gefühlt und beleuchtet werden, damit diese andere Seite sichtbar wird. Vertraue hier einfach in die Kraft des Universums.
Als Mantra chante "Da Gan En" (mand. chin. größte Dankbarkeit) oder "größte Dankbarkeit" in deiner Muttersprache. Spüre, wie die Dankbarkeit mehr und mehr Öffnung in dein Herz bringt. Und die Offenheit stärkt die Annahme und dadurch die Möglichkeit zur Veränderung...
Bleibe solange in dieser Meditation, bis du ein warmes Strömen in dir spürst. Ich empfehle, nicht gleich abzubrechen, wenn du unangenehme Gefühle in dir wahrnimmst. Genau hier liegt häufig der Knackepunkt und du kannst viel auflösen nur durch die Verbindung mit dem, was ist. (Wenn du Unterstützung dabei brauchst, kannst du dich gern an mich wenden.)
Beende die Übung mit "Hao, Hao, Hao" (chin. für perfekt, werde gesund, alles ist gut)
Habe Geduld und Mitgefühl mit dir selbst. Annehmen ist ein Prozess und eine Übungssache. Es ist vielleicht auch eine Haltung, die sich mit der Zeit festigt.
Von Herzen viel Erfolg!
Schreib mir gern deine Erfahrungen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.