Gedanken(k)reise

Kreise schließen sich

Immer wieder stelle ich fest, dass das Leben aus Kreisen besteht.

Ein wunderschönes Sich-einander-durchdringende-Kreise…

Ohne wirklichen Anfang und ohne wirkliches Ende…

Und doch gibt es da diesen einen Punkt, an dem er kreiert wird.

Diesen Moment der Schöpfung.

Vielleicht ist es eine Begegnung.

Vielleicht ein Wort, vielleicht eine Frage…

alles (jede Handlung, jedes Wirt, jeder Gedanke) kreiert einen Kreis, der sich irgendwann in Zeit und Raum wieder schließt…

Und vielleicht ist der Kreis schon längst in einer anderen Zeit, in einer anderen Dimension entstanden…

…und vielleicht schließt er sich in einer liebevollen oder schmerzlichen Begegnung, einer Krankheit, einer großen Freude, einer großen Fülle, einer extrem herausfordernden Situation…

Ursache und Wirkung…

Kreise, die sich öffnen und schließen und doch kein wirkliches Ende haben.

Denn selbst das Schließen eines Kreises kreiert neue…

Wie reagierst du?

Was sendest du aus?

Welchen Kreis beginnst du?

Tropfen

Wenn wir vergeben, können wir die Kreise verändern und manchmal sogar austreten. Dann kreiert sich ein neuer Kreis, der sich irgendwann schließt.

Vielleicht ist eine Begegnung, die du vor vielen, vielen Jahren einmal hattest, für diese Seele von größter Bedeutung – auch wenn ihr beide davon nicht die leisteste Ahnung hattet…

Vielleicht war es auch einmal umgekehrt…

Vielleicht hat dich ein kleines Stück Papier, ein Wort, ein Gedanke, … / … an einen Ort, zu einer Person, zu einer Situation, einem Umstand geführt, der dir einen vollkommen neuen Weg eröffnet, einen Wendepunkt in deinem Leben darstellt…

Ich muss an die Lebensblume denken, diese universelle Harmonie…

Und wie kann man da anderes sagen, als dass das Leben einfach schön ist…

magisch, in seiner ganz eigenen Ordnung, nicht immer einfach (zu verstehen) und doch so einfach wie ein Kreis…

Die Urform.

Das Sein.

Wu Ji.

Das Nichts und das Alles…

Tao.

Schönheit

Warum beschweren nichts bringt

Jeder kennt sie:

Diese Tage, an denen wirklich nichts so zu laufen scheint, wie gedacht. Und dann geht es schnell, in den Beschwerde-Modus zu rutschen und überall plötzlich nur noch das zu sehen, was nicht läuft.

Klar ist es schöner, wenn die Sonne scheint. Oder uns die Vorfahrt gewährt wird. Wenn wir im Laden nett bedient werden. Wenn unser Nachbar freundlich über die anderen Mieter spricht und nicht den ganzen Tag nur schimpft. Wenn uns Harmonie am Arbeitsplatz und zu Hause empfängt. Wenn alle Haushaltsgeräte und das Auto lange funktionieren und nicht innerhalb von zwei Wochen gleichzeitig ihren Geist aufgeben…

Natürlich haben wir es lieber, wenn unser Körper vor Gesundheit nur so strotzt, unsere Energie unerschöpflich erscheint und wir schmerz- und beschwerdefrei sind.

Dass da schon mal Frust aufkommen kann, wenn dem mal nicht so ist, ist verständlich. Und auch der Wunsch, ihn irgendwie loszuwerden. Aber hier liegt die Crux.

Es gibt also zwei Möglichkeiten auf unangenehme Situationen im Leben zu reagieren: Beschweren oder gelassen bleiben.

Leider hat es sich so eingebürgert, dass viele Menschen ihrem Frust bei jeder Gelegenheit so richtig Raum geben und Luft machen. Dass sich dabei aber diese Energien sprichwörtlich weiter ausbreiten und die schlechte Stimmung auf andere übergehen kann, ist hingegen nicht gemeinhin bewusst. Wobei sich bestimmt jeder schon einmal nach so einer Beschwerdeattacke mies gefühlt hat…

Darüber hinaus ist das Beschweren nur im ersten Moment erleichternd, denn wie das Wort schon beinhaltet, macht man es sich im Grunde damit nur noch schwerer. Man beschwert seinen Geist und seine Sicht auf die Dinge (siehe Blog hier).

Denn wie es in den Wald hinein ruft, schallt es heraus. Das heißt, es kommt nur noch mehr davon zurück und schnell kann sich diese Negativspirale verselbstständigen, wenn man nicht achtsam ist.

Noch mal kurz zusammengefasst:

  • Beschweren be-schwert dich und bringt dir das Gegenteil von Leichtigkeit
  • jede Beschwerde und alle miesen Gefühle schaden letztlich nur dir selbst (mal ganz ehrlich: besser geht es dir danach doch auch nicht wirklich, oder?)
  • du sendest dem Universum das Signal, dass du nicht zufrieden bist – quasi das Gegenteil von Dankbarkeit
  • du ziehst nur noch mehr negative Situationen in dein Leben
  • auch wenn es manchmal so scheint: es liegt nicht an den anderen um dich herum, sondern immer daran, wie du selbst die Dinge auffasst und darauf reagierst

Was also tun, wenn die Dinge mal wieder anders laufen als gedacht?

Versuche jeder Situation etwas Schönes, etwas Positives abzugewinnen.

Du stehst im Stau? Schön! Zeit, die Umgebung mehr wahrzunehmen, deine Lieblingsmusik bewusst zu hören und im wahrsten Sinne zu entschleunigen. Und dann lasse die Dankbarkeit über den Augenblick durch dich strömen.

Dein Körper zeigt dir mit einem Schmerz, dass er sich mehr Zuwendung wünscht oder dich auf eine neue Möglichkeit aufmerksam macht? Gehe in dich. Sende Liebe in den schmerzenden Bereich, schaue, was du / dein Körper braucht.

Ein Familienmitglied / dein Partner / … hat dich verärgert? Was kannst du selbst aus dieser Situation lernen? Gibt es etwas an dir, das du transformieren kannst? Welche Anteile gibt es in dir, die mit der Situation in diese negative Resonanz gehen? Zeit zu wachsen 🙂

Über andere zu lästern ist eine weitere Form von Beschweren und bringt weder dich, noch den anderen weiter und ändert auch nichts an der Situation. Außer, dass es dir nachher noch mieser geht, du noch jemand anderen mit reingezogen hast und du auf diese Weise mehr von dem kreiert hast, was du gar nicht willst, geschieht nichts.
Wenn dich etwas stört, suche das Gespräch und gib so allen Beteiligten die Gelegenheit zu lernen und zu wachsen. (wieder etwas Positives gefunden!)

Auf diese Weise kannst du jede beliebige Situation, die dir im Alltag begegnet von der „was kann ich lernen? Was bringt es Positives mit sich – Seite“ betrachten und du wirst viel leichter durchs Leben gehen.

Sprichst du mit den Bäumen?

Waldbad

„Wer mit einem Baum sprechen kann, braucht keinen Psychiater. Nur meinen die meisten menschen das Gegenteil.“ (Phil Bosmans)

…habe ich mal in einem schönen Sprüchebüchlein meiner Oma gelesen…
So wahr. Ich weiß nicht, ob du schon mal einen Baum umarmt oder mit ihm gesprochen hast, aber ich kann es sehr empfehlen. Was für eine Kraft so ein Baum hat. Wieviel Leben in ihm und durch ihn strömt. Wieviel er schon gesehen und erlebt hat…
Bäume – und generell die Natur – können uns in vielem ein Vorbild sein und haben so viel zu geben. Nicht ohne Grund, verbreitet sich das „Forestbathing“ (Waldbaden) als anerkannte Heilmethode auch weit über Japan hinaus…
Dass der Wald und die Bäume heilsam und beruhigend auf uns Menschen wirken, entstressen, ausgleichen und neue Kraft und Energie geben ist nicht neu.
Der Wald ist wie ein Tor zu uns selbst… eine Brücke. Wie das Eintauchen in eine grüne Lunge, in eine ganz andere Welt…
Waldbrücke
Bäume haben nicht nur verbindende Eigenschaften im Sinne einer Verbindung von Himmel und Erde, sondern helfen auch uns Menschen, wieder in tieferen Kontakt mit uns selbst zu kommen.
Ich erinnere mich an einen wundervollen Frühlingswaldpsaziergang mit einer Freundin im Deister letztes Jahr… Alles war noch ganz nass von einem vorangegangenen Regen, ein leichter Nebel hing in der Luft und alle Bäume und Pflanzen leuchteten in ihrem sattesten Grün. Wir sahen so viele Krafttiere und am Ende begleitete uns ein Schwarm Glühwürmchen… Es war recht magisch.
Krafttier Feuersalamander
Und während du so durch den Wald spazierst, kannst du dich bewusst verbinden mit der Natur und sie noch intensiver spüren und wahrnehmen.
Auch die Bäume, auch der Wald haben eine Seele bzw. ein Informationsfeld, mit dem du in Kontakt gehen kannst. Dies wird dein Empfinden und den Nutzen deines Waldspaziergangs noch um ein Vielfaches steigern.
Du kannst den folgenden Leitfaden verwenden und dich einfach von deiner eigenen Seele leiten lassen.
„Liebe Bäume, lieber Wald. Ich liebe und wertschätze euch. Danke für euren wundervollen Dienst. Könntet ihr mich bitte wieder ausgleichen wie angemessen und mir eine Antwort auf meine Frage geben? / eure Weisheit übertragen? / mich wieder mehr Frieden spüren lassen? / meine Energie wieder auffüllen? / meine Gedanken zur Ruhe kommen lassen? / … / … /
Ich danke euch sehr. 
Meine liebe Seele, Herz, Bewusstsein, Energie und Materie, ich liebe euch. Ihr habt die Kraft, euch selbst auszugleichen, / zu gesunden / euch zu öffnen für die heilsamen Informationen der Bäume. Macht eure Sache gut. Danke.“
Und dann schau einmal, wie sich dein Gang durch die Natur verändert…
…und was sich dadurch in dir verändert…
Ich bin gespannt auf deine Erlebnisse.
Glühwürmchen